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Cascading loops (2018)


Eine Ausstellung in Virtual Reality
entwickelt von Gloria Zein und Tobias Buckel
präsentiert und produziert von Galerie Sturm Nürnberg (2018)

 

Cascading Loops ist eine Augmented Virtuality-Experience, die in einer digitalen (fotogrammetrierten) Kopie der Galerie Sturm existiert. Dafür wurden 2018 unsere Originalarbeiten (Keramiken von mir selbst und Papierarbeiten von Tobias Buckel) digitalisiert und teilweise verfremdet. Wir nutzen installative Möglichkeiten, die nur im virtuellen Raum umgesetzt werden können, wie z.B. schwebende Objekte oder geloopte Versionen des Ausstellungsraums. Dabei interessierten wir uns für die Überlagerung verschiedener Raumerfahrungen und experimentierten mit der Staffelung und Gleichzeitigkeit von Virtualitäten.


Meine auf Augenhöhe schwebende Skulptur, ein frei modellierter Kopf, wird zum Vehikel in eine weitere virtuelle Ebene: Beim „Betreten“ der Skulptur verflüchtigt sie sich und das nur scheinbar massive Objekt befördert den Besucher in einen anderen Zustand des selben Raumes. Dort erwartet ihn eine riesenhafte Form, die von innen weiss zu leuchten scheint und den Betrachter an den Rand der virtuellen Realität drängt. Dieser Aufbau experimentiert mit der Erfahrung von Verletzlichkeit in einem an sich körperlosen Ambiente. In der Virtuellen Realität erleben wir eine gesteigerte visuelle Aufmerksamkeit. Zugleich fehlt uns das Bild unseres eigenen Körpers. Wir lassen den Leib mit seinen taktilen und sensorischen Empfindungen in der physischen Realität zurück, was wiederum die Erfahrung des Körpers gleich einer Phantom-Extremität intensiviert.

Cascading Loops wurde bereits mehrfach gezeigt, zuletzt im Februar im Neuen Museum Nürnberg.

 


 
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